Reisebedingungen

Allgemeine Reisebedingungen des AWO Kreisverbandes Kiel e.V.

Liebe Eltern,

zu einer rundum gelungenen Ferienfreizeit gehören in beidseitigem Interesse auch klare rechtliche Regeln und Bedingungen. Sie sollten diese unbedingt lesen, bevor Sie buchen, denn mit Ihrer Anmeldung erkennen Sie nachfolgende Bedingungen als Bestandteil des mit uns abgeschlossenen Vertrages an.

Anmeldung

Unseren Ferienfreizeiten kann sich grundsätzlich jeder anschließen, sofern für das jeweilige Angebot keine Teilnahmebeschränkungen nach Alter und Geschlecht angegeben sind. Die Anmeldung ist von einem Erziehungsberechtigten zu unterschreiben.

Vertragsabschluss

Mit der Zusendung des ausgefüllten Anmeldeformulars wünschen Sie verbindlich den Abschluss eines Reisevertrages. Der Reisevertrag ist zustande gekommen, wenn die Anmeldung von der AWO Kiel schriftlich bestätigt worden ist und die Anzahlung von 50 Euro eingegangen ist. Mündliche Absprachen sind nur wirksam, wenn diese schriftlich bestätigt worden sind. Der Reisevertrag muss innerhalb von 14 Tagen nach Zusendung bei der AWO Kiel unterschrieben eingegangen sein.

Zahlungsbedingungen

Mit Erhalt des Reisevertrages, der als Anmeldebestätigung und Rechnung gilt, wird eine Anzahlung in Höhe von 50,- Euro innerhalb von 14 Tagen fällig. Die Restzahlung ist bis spätestens 30 Tage vor Reisebeginn auf das im Reisevertrag genannte Konto fällig. Bei kurzfristigen Vertragsabschlüssen ist der Reisebetrag mit Übergabe des Reisevertrages zu bezahlen. Sollte bis Reiseantritt kein Zahlungseingang feststellbar sein, behält sich die AWO Kiel vor, vom Vertrag zurückzu­treten.

Leistungen

In der Regel beinhaltet der Reisepreis die Fahrtkosten, die Betreuung, die Unterkunft, die Verpflegung und die Programmgestaltung. Maßgeblich dafür sind die allgemeinen Informationen zu den aufgeführten Reisen auf unserer Internetseite und die Informationsabende zu den jeweiligen Ferienfreizeiten, zu denen Eltern mit ihren Kindern ca. 4-6 Wochen vor Beginn der Ferienfreizeit eingeladen werden. Bei kurzfristigen Vertragsabschlüssen erhalten die Eltern Informationsmaterial zu der jeweiligen Freizeit mit dem Reisevertrag. Falls der/die Teilnehmer*in gebuchte Leistungen nicht in Anspruch nimmt oder auf sie verzichtet, ergibt sich hieraus kein Anspruch auf Erstattung gegen die AWO Kiel. Insoweit bleibt jegliche Haftung durch die AWO Kiel ausgeschlossen.

Mindestteilnehmerzahl

Die AWO Kiel kann bis drei Wochen vor Reisebeginn vom Reisevertrag zurücktreten, wenn die in der Ausschreibung angegebene Mindestteilnehmeranzahl nicht erreicht wird. Eine entsprechende Mitteilung muss dem/der Teilnehmer*in bis spätestens drei Wochen vor Reisebeginn zugegangen sein. Der bereits gezahlte Reisepreis wird in vollem Umfang zurückerstattet. Die AWO Kiel ist bemüht, ein Ersatzangebot zu machen. Weitere Ansprüche des/der Teilnehmer*in entstehen durch die Absage nicht.

Aufhebung des Vertrages wegen außergewöhnlicher Umstände

Die AWO Kiel kann aus zwingenden Gründen, z.B. höhere Gewalt, Naturkatastrophen, Terrorgefahr, sowie bei mangelnder Beteiligung die Reise absagen. In diesem Fall werden alle geleisteten Zahlungen er­stattet. Erfolgt nach der Abreise ein zwingender Grund die Reise abzubrechen, wird die AWO Kiel die erforderlichen Maßnahmen treffen, insbesondere die Reiseteilnehmer zurückbefördern. Bereits erbrachte Leistungen werden in diesem Fall nicht erstattet.

Rücktritt des Teilnehmers

Der/die Teilnehmer*in kann jederzeit von der gebuchten Reise zurücktreten. Die Reiserücktrittsmeldung muss schriftlich eingereicht werden. Die Rücktrittsmeldung wird wirksam an dem Tag, an dem sie bei der AWO Kiel eingegangen ist. Tritt ein/e Teilnehmer*in vom Reisevertrag zurück oder tritt die Reise, ohne vom Reisevertrag zurückzutreten, nicht an, kann die AWO eine angemessene Entschädigung für getroffene Reisevorbereitungen und für Aufwendungen schon gebuchter Leistungen verlangen. Die Nichtzahlung fälliger Beträge ersetzt keineswegs die Rücktrittserklärung.

Bei Rücktritt

bis 60 Tage vor Reisebeginn 10% des Reisepreises, min. jedoch 50 Euro (Anzahlung)

vom 59. bis 30. Tag vor Reisebeginn 25 % des Reisepreises

vom 29. bis 15. Tag vor Reisebeginn 60 % des Reisepreises

ab dem 14. Tag vor Reisebeginn 80 % des Reisepreises

und bei Nichtantritt – ohne Rücktrittserklärung – 100 % des Reisepreises

Dem/der Teilnehmer*bleibt es in jedem Fall unbenommen, der AWO Kiel nachzuweisen, dass dieser überhaupt kein oder ein wesentlich niedrigerer Schaden entstanden ist, als die von ihm geforderte Entschädigungspauschale. Die AWO Kiel behält sich vor, anstelle der vorstehenden Pauschalen eine höhere, konkrete Entschädigung zu fordern, soweit die AWO Kiel nachweist, dass ihr wesentlich höhere Aufwendungen als die jeweils anwendbare Pauschale entstanden sind. In diesem Fall ist die AWO Kiel verpflichtet, die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung etwa ersparter Aufwendungen und einer etwaigen anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern und zu belegen.

Die Rückerstattung der Anzahlung ist nur bei einem Rücktritt bis spätestens 14 Tage nach Vertragsbeginn möglich.

Für den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung ist jede/r Teilnehmer*in selbst verantwortlich.

Haftung

Die AWO Kiel haftet für eine gewissenhafte Vorbereitung, die sorgfältige Auswahl und Überwachung der Leistungsträger und die ordnungsgemäße Erbringung der vertraglich vereinbarten Reiseleistungen entsprechend der jeweiligen Orts- und Landesüblichkeiten.

Haftungsausschluss

Die AWO Kiel haftet nicht auf Schadensersatz sofern ein Reisemangel durch den Reisenden selbst, oder durch einen Dritten verschuldet wurde, der weder Leistungserbringer ist noch in anderer Weise an der Erbringung der Reiseleistung beteiligt ist, und für die AWO Kiel nicht vorhersehbar oder vermeidbar war. Gleiches gilt bei einer Verursachung durch unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände. Die AWO Kiel haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. vermittelte Ausflüge, Sportveranstaltungen, Theaterbesuche, Ausstellungen), wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung und der Reisebestätigung ausdrücklich und unter Angabe der Identität und Anschrift des vermittelten Vertragspartners als Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet wurden, dass sie für den/die Teilnehmer*erkennbar nicht Bestandteil der Reise von AWO Kiel sind und getrennt ausgewählt wurden. Die §§ 651b, 651c, 651w und 651y BGB bleiben hierdurch unberührt. Die AWO Kiel haftet jedoch, wenn und soweit für einen Schaden des/der Teilnehmer*die Verletzung von Hinweis-, Aufklärungs- oder Organisationspflichten der AWO Kiel ursächlich geworden ist.

Haftungsbegrenzung

Die vertragliche Haftung der AWO Kiel für Schäden, die nicht Körperschäden sind, in der Höhe nach beschränkt auf den dreifachen Reisepreis,

  1. a) soweit der Schaden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder
  2. b) soweit die AWO Kiel für einen den Reiseteilnehmer*innen entstehenden Schaden allein wegen des Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

Ein Schadensersatzanspruch gegen die AWO Kiel ist beschränkt, soweit aufgrund gesetzlicher Vorschriften und internationaler Abkommen, die auf die vom Leistungsträger zu erbringende Leistung anzuwenden ist, deren Haftung ebenfalls beschränkt ist.

Ausschluss von der Ferienfreizeit

Die AWO Kiel erwartet, dass sich die Teilnehmer*innen in die Gruppengemeinschaft einfügen und den Weisungen der Betreuer*innen folgen und die Sitten und Gebräuche des Gastlandes respektieren. Wenn sich ein/e Teilnehmer*in trotz Abmahnung durch die Betreuer*innen nicht als gemeinschaftsfähig erweist, nachhaltig stört, das Miteinander der Gruppe unzumutbar beeinträchtigt, die Gruppengemeinschaft beeinträchtigt, die Gruppengemeinschaft gefährdet, oder gegen die Gesetze und Sitten und Gebräuche des Gastlandes grob verstößt, kann die AWO Kiel ihn/sie von der Ferienfreizeit ausschließen und den/die Teilnehmer*in nach Hause schicken. Dem Ausschluss geht in der Regel eine Abmahnung voraus. Bei schwerwiegenden, schuldhaften Verstößen gegen geltendes Recht (Diebstahl etc.), sind wir berechtigt, den/die Teilnehmer*in auch ohne Abmahnung nach Hause zu schicken. Zu groben Verstößen gehören auch Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz betreffs des Alkohol- und Nikotinmissbrauchs und der Besitz oder Konsum illegaler Drogen jeglicher Art. Ein Anspruch auf Rückzahlung des Reisepreises besteht nicht. Entstehende Kosten gehen zu Lasten des/der Teilnehmer*in, beziehungsweise der Personensorgeberechtigten. Bei Minderjährigen gehören dazu auch die Kosten für eine Begleitperson, einschließlich der Kosten für den Rücktransport der Begleitperson zum Ferienort.

Informationen zu Krankheiten und Medikamentengabe

Die Erziehungsberechtigten sind in der Pflicht, die Betreuer*innen rechtzeitig vor Abfahrt von zwischenzeitlich aufgetretenen, auch vermeintlich auskurierten ansteckenden Krankheiten des Kindes in Kenntnis zu setzen. Hierzu zählt z.B. auch Lausbefall. Bei Versäumnis können die Kosten für z.B. Behandlungsmittel für die Betroffenen, notwendige Reinigungen etc. in Rechnung gestellt werden. Die Erziehungsberechtigten erklären sich damit einverstanden, dass die Betreuer*innen bei ihrem Kind Soforthilfe bei Kleinstverletzungen leisten, bei Indikation nicht verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Fenistil, Mobilat, Bepanthen) verabreichen, Zecken entfernen und eine Kontrolle auf Lausbefall vornehmen dürfen. Auf bekannte Unverträglichkeiten müssen die Betreuer*innen hingewiesen werden. Dafür steht das Anmeldeformular zur Verfügung. Die Betreuer*innen sind verpflichtet, bei größeren Verletzungen, Verschlimmerungen oder Andauern der Beschwerden mit dem Kind einen Arzt aufzusuchen. Eine bestehende (Auslands-) Krankenversicherung für den/die Teilnehmer*in ist in jedem Fall notwendig.

Teilnehmerhaftung im Schadensfall

Der/die Teilnehmer*in haftet für einen durch ihn/sie während der Reise verschuldeten Schaden. Schadensersatzanforderungen des Geschädigten gegen den/die Teilnehmer*in werden in der Regel an den Veranstalter abgetreten, somit haftet der/die Teilnehmer*in diesem gegenüber. Eine private Haftpflichtversicherung ist in jedem Fall erforderlich.

Mitwirkungspflicht

Alle Teilnehmer*innen sind verpflichtet, bei Leistungsstörungen alles Zumutbare zu tun, damit der evtl. entstehende Schaden möglichst geringgehalten wird, beziehungsweise die Störung behoben werden kann. Sollte wider Erwarten Grund zu einer Beanstandung bestehen, müssen sich die Teilnehmer*innen an Ort und Stelle sofort an unsere Betreuer*innen wenden und Abhilfe verlangen. Unsere Betreuer*innen sind nicht befugt, im Namen der AWO rechtsverbindliche Erklärungen abzugeben, aber sie sind ausdrücklich beauftragt, für die Behebung evtl. Mängel Sorge zu tragen.

Gepäckbeförderung

Gepäck wird im normalen Umfang befördert, dies bedeutet pro Person einen Koffer und ein Handgepäckstück. Gepäck und sonstige Sachen sind vom Teilnehmenden selbst zu beaufsichtigen, er/sie haftet für jeden Schaden, der durch die von ihm/ihr mitgeführten Sachen verursacht wird.

Ansprüche aus dem Reisevertrag

Der/die Teilnehmer*in muss Ansprüche aus dem Reisevertrag innerhalb zwei Jahren nach dem vereinbarten Rückkehrdatum bei der AWO Kiel geltend machen. Schuldhaft verspätete Ansprüche können nicht berücksichtigt werden. Die Ansprüche sind schriftlich anzumelden.

Pass, -Visa, – und Gesundheitsvorschriften

Mit der Buchungsbestätigung weist die AWO Kiel auf die bis zum Buchungszeitraum geltenden Bestimmungen in den Bereichen Pass, Visa und Gesundheit hin. Änderungen der genannten Bestimmungen gibt die AWO Kiel nach Kenntnisnahme bis zum Abreisetag bekannt. Für die Einhaltung der geltenden Bestimmungen ist der gesetzliche Vertreter des/der Teilnehmer*in selbst verantwortlich. Die AWO Kiel übernimmt keine Haftung für die Nachteile, die sich aus der Nichteinhaltung der Vorschriften ergeben.

Datenschutz

Die zur Bearbeitung der Reisebuchung und zur Durchführung der Reise erforderlichen Daten werden von der AWO an zentraler Stelle gespeichert. Sie werden nicht an Dritte weitergegeben, außer die Weitergabe an den Leistungsträger ist zur ordnungsgemäßen Reisedurchführung nötig. Die AWO Kiel bearbeitet alle personenbezogenen Daten nach deutschem und europäischem Datenschutzrecht.

Allgemeines

Die Berichtigung von Irrtümern sowie Druck- und Rechenfehlern bleibt der AWO Kiel vorbehalten.

Stand: 25.02.2019